Die biologieartige Entwicklung der Technik

Der technische Fortschritt ist mit der Entwicklung in der Natur vergleichbar und funktioniert zu ihr analog. Beide sind nicht die Folge eines vorausgedachten Zwecks, auch wenn uns das manchmal so erscheinen mag, wenn wir mal wieder eine Zukunftsprognose lesen. In der Regel kommt es doch anders als Gedacht und Erfindungen und Technologien verwirklichen sich, die niemand vorhersah. Das Internet ist dafür ein gutes Beispiel: Als die ersten Computer eine sinnvolle Anwendung fanden, war eher mit einer schnellen Entwicklung künstlicher Intelligenz gerechnet worden, als mit einer globalen Vernetzung und Kommunikation.

In der Natur haben wir es mit einem Wechselspiel von Mutation und Selektion zu tun, die an ein bestimmtes Milieu angepasste Organismen überleben und sich vermehren lässt. Die Natur ist in einem beständigen Flusse der Entwicklung begriffen. Diese Entwicklung erscheint uns nur als ein beständiges Streben vom Unvollkommenen zum Vollkommenen. Und in der technischen Entwicklung sehen wir analog dazu Ideen und Startups kommen und gehen. Die Ideen, Erfindungen und Firmen müssen sich in einem komplizierten Wechselspiel zwischen Menschen behaupten und können scheitern. Nicht nur eine falsch eingeschätzte Nachfrage am Markt kann zum Scheitern führen, sondern auch ein Unvermögen in der Organisation und der Finanzierung.

Diese allmählich Vervollkommnung ist der Wirkung von Mechanismen zu verdanken, die ich analog zu Mutation und Selektion in der Natur sehe, nicht aber die Folge eines vorausgedachten Zwecks auf den hinzu Technik sich entwickelt. Viele Erfindungen sind auch Zufällen zu verdanken gewesen. Ob sie sich etablieren hängt davon ab, ob sie ein tatsächliches, eingebildetes oder durch Werbung suggeriertes Bedürfnis erfüllen.

 

Bernd Schäfer

Philosophierender Buchhändler mit Internetanschluss.

 

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